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Soll ich meine Ausbildung abbrechen?

  24. Oktober 2023   |     Kategorie: Ausbildung   |     ca. 8 Min. Lesezeit

Kein einfaches Thema, aber ein wichtiges: was ist, wenn du überlegst, deine Ausbildung abzubrechen – oder du deine Ausbildung vielleicht sogar schon abgebrochen hast?

Entdecke jetzt hilfreiche Antworten und Tipps, die dir bei diesen Fragen helfen können.

Bedeutung: Was heißt „Ausbildung abbrechen"?

Kurz und knapp: Seine Ausbildung abzubrechen, bedeutet, die Berufsausbildung vorzeitig zu beenden, anstatt sie abzuschließen. Oder anders: du startest eine Ausbildung und kündigst noch vor dem Abschluss.

Das passiert gar nicht so selten: Knapp jeder vierte Ausbildungsvertrag wird gelöst. Das kann ganz unterschiedliche Gründe haben. Entdecke sie im folgenden Abschnitt.

8 Gründe für einen Ausbildungsabbruch

Die Gründe für den Abbruch einer Ausbildung können sehr unterschiedlich sein und sind immer individuell. Beachte, dass es neben den folgenden noch viele weitere gibt:

Grund 1: Beruf passt nicht

Wenn man erst in der Ausbildung feststellt, dass einem die Aufgaben gar nicht gefallen, kann das zu Abbrüchen führen.

Grund 2: Unternehmen passt nicht

Jedes Unternehmen ist anders – so kann auch der eine Betrieb besser zu einem passen als ein anderer. Manchmal merkt man erst, wenn man die Ausbildung bereits gestartet hat, dass z.B. die Werte nicht übereinstimmen.

Grund 3: Zu wenig Geld

Je nach Ausbildungsberuf ist das Gehalt anders. Sollte einem*r das Netto-Gehalt doch nicht ausreichen, kann das zum Abbrechen einer Ausbildung führen.

Grund 4: Gesundheitliche Probleme

Ob eine schwere Krankheit oder zum Beispiel eine Allergie gegen einen Werkstoff: auch die eigene Gesundheit kann einen zwingen, die Ausbildung frühzeitig zu beenden.

Grund 5: Konflikt mit Kolleg*innen

Manche verstehen sich auch nach großen Mühen nicht mit ihrem Team oder fühlen sich nicht genug unterstützt.

Absolute No Gos sind körperliche und physische Gewalt, Missbrauch und Mobbing – hier gilt: Sprich mit deinem Ausbildungsverantwortlichen oder einer Vertrauensperson im Unternehmen und melde Vorfälle körperlicher Gewalt der Polizei. Brich im Ernstfall deine Ausbildung ab.

Grund 6: Wechsel in eine andere Ausbildung

Manchmal beenden Azubi ihre Ausbildung frühzeitig, um doch in eine andere zu wechseln oder einen anderen Bildungsweg zu starten.

Grund 7: Überforderung von allen Seiten

Das Arbeitsleben ist anders als die Schulzeit. Druck, Stress oder Arbeitsbelastung können hier zu einem Abbruch führen.

Grund 8: Sonstige Lebensereignisse

Auch andere unvorhergesehene Gründe können zum früheren Beenden der Ausbildung führen, wie z.B. eine Schwangerschaft.

Wie kann man einen Abbruch verhindern?

Um gar nicht erst in die Lage zu kommen, die eigene Ausbildung abbrechen zu wollen/müssen, solltest du schon bei der Auswahl einige Dinge beachten:

Vor der Ausbildung

Früh informieren

Ganz wichtig ist es, sich noch vor der Bewerbung für eine Ausbildung erstmal sicher zu werden, welche Ausbildung man denn machen möchte. Kurz: Eine frühzeitige Berufsorientierung ist hier Key! Dabei findest du heraus, welche Aufgaben, Inhalte und schlussendlich welche Ausbildung zu dir passen könnte.

Für einen ersten Überblick sind Berufstests perfekt. In den Onlinetests lernst du viel über deine Talente, Fähigkeiten und auch Interessen. Entdecke unsere verschiedenen Berufstests und erhalte schon in wenigen Minuten erste Berufsideen, die zu dir passen.

Teste dich!

Erfahrungen sammeln

Ein Praktikum eignet sich super, um erste Erfahrungen in dem Beruf zu sammeln. Denn eins ist klar: sich über einen Beruf und Aufgaben zu informieren ist gut, aber ob der Job dir wirklich Spaß macht, erfährst du erst, wenn du ihn machst. Darüber hinaus bietet ein Praktikum die einzigartige Möglichkeit, das Unternehmen, in dem du tätig bist, genauer kennenzulernen. Du erhältst Einblicke in die Unternehmenskultur, die Arbeitsabläufe und die Menschen, die dort arbeiten. Dies ermöglicht es dir, nicht nur herauszufinden, ob der Beruf zu dir passt, sondern auch, ob das Unternehmen und seine Werte mit deinen eigenen Vorstellungen und Zielen übereinstimmen.

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Während der Ausbildung

Feedback-Gespräche führen

Einige Dinge lassen sich während der Ausbildung anpassen, aber nur, wenn dein*e Ausbilder*in auch etwas davon weiß. Erzähl ihr*ihm also unbedingt von deinen Gedanken und den Punkten, die dir nicht gefallen.

Am besten nutzt du dazu die Feedback-Gespräche. Diese werden meistens von deinem*r Ausbilder*in eingestellt. Sollte der nächste Termin zu weit weg liegen, dann kannst auch du aktiv um ein Gespräch bitten.

Klar, das kostet etwas Mut, aber du wirst sehen: dieser Mut zahlt sich aus und er wird sehr gut bei deinem*r Ausbilder*in ankommen. Überlege dir davor, was du sagen möchtest, mach dir Notizen und denk gleichzeitig über mögliche Lösungen nach.

Nur motzen bringt niemanden weiter. Also: Atme tief durch und sag dann, was dich bedrückt – ehrlich und freundlich.

Frag dein Umfeld

Bei Problemen in der Ausbildung können dir auch deine Eltern, dein Freundeskreis oder andere Erwachsene aus deinem näheren Umfeld helfen. Am besten fragst du Personen, die bereits selbst arbeiten und dadurch etwas erfahrener sind.

Auch hier gilt: Trau dich! Dein Mut wird sich auszahlen und vielleicht hat jemand genau die Lösung, die deinen Ausbildungsabbruch verhindert.

Beratungsstellen für Azubis

Du möchtest dich deinem privaten Umfeld nicht mitteilen? Oder vielleicht hast du keine Person in deiner Nähe, die dir helfen könnte? Dann nutz Anlaufstellen für verunsicherte oder überforderte Azubis. Eine Möglichkeit wäre, dich an die Bundesagentur für Arbeit zu wenden.

Hier sitzen Expert*innen, die dich persönlich, unabhängig und individuell beraten. Entdecke alle Informationen der Bundesagentur für Arbeite zu diesem Thema:

Mehr erfahren

Was passiert, wenn man seine Ausbildung abbricht?

Die Ausbildung abzubrechen ist eine wichtige Entscheidung, die man nie leichtfertig treffen sollte. Ganz im Gegenteil: Man sollte alles daransetzen, um den Abbruch zu verhindern.

Aber was ist, wenn man den Entschluss gefasst hat? Dann ist man natürlich erst Mal total verunsichert und stellt sich die Fragen:

  • Was passiert jetzt?
  • Ist es jetzt schwieriger, später einen Job zu finden?
  • Finde ich überhaupt nochmal eine neue Ausbildung?

All diese Gedanken sind vollkommen normal und sehr wichtig. Denn am besten hast du vor dem tatsächlichen Abbruch deiner Ausbildung schon Antworten auf die Fragen. Keine Panik: Wir helfen dir dabei in den nächsten Punkten!

AusbildungsOffensive-Bayern – deine Chance!

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Berufstest: Finde heraus, welche Ausbildung zu dir passt.

Gerade, wenn du die Ausbildung abbrechen willst, um dir eine andere zu suchen, ist es wichtig zu wissen, welche Berufsausbildung überhaupt zu dir passt.

Genau dabei helfen dir unsere Berufstests. Je nach Test erhältst du erste Ideen für passende Ausbildungen oder eine komplette Auswertung über deine Stärken, deine Talente und Fähigkeiten.

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Was kann ich nach meinem Ausbildungs-Abbruch machen?

Die Ausbildung abzubrechen, ist nicht das Ende deines Berufslebens – und es muss auch kein schwarzer Fleck in deinem Lebenslauf sein. Ganz im Gegenteil: jetzt geht’s erst richtig los und du hast ganz neue Chancen! Entdecke jetzt deine Möglichkeiten mit einer abgebrochenen Ausbildung.

Wechsle das Unternehmen!

Dein Ausbildungsberuf gefällt dir eigentlich, aber das Unternehmen passt gar nicht oder du hast Probleme mit deinem*r Ausbilder*in? Dann setze deine Ausbildung in einem anderen Betrieb fort.

Starte in einem anderen Beruf durch!

In deiner vorherigen Ausbildung hast du gemerkt, dass dir Aufgaben eines anderen Berufs viel mehr Spaß machen würden? Oder vielleicht siehst du dich doch in einem komplett anderen Berufsfeld?

Jetzt ist die Möglichkeit mit einem Neustart von vorne zu beginnen. Vielleicht gibt es deine Wunschausbildung in deinem jetzigen Betrieb? Sprich mit deinem*r Ausbilder*in über deine Möglichkeiten innerhalb des Unternehmens zu wechseln. 

So oder so ist wichtig: Sei dir diesmal sicher. Möchtest du einen kompletten Neustart wagen, dann finde bei einem Praktikum heraus, ob die neue Ausbildung und das neue Unternehmen wirklich zu dir passen.

Mache eine Weiterbildung oder Umschulung!

Du planst ein Duales Studium bzw. Studium zu machen, dir fehlt aber die Hochschulreife? Dann bilde dich weiter und hol sie nach.

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Oder lass dich umschulen. Auch hier bietet die Bundesagentur für Arbeit einige Möglichkeiten und hilft dir in einem Beratungstermin.

Hier geht’s zum Onlineformular.

Mach Praktika!

Aktuell weißt du nur, dass der Beruf, für den du gerade eine Ausbildung machst, so gar nicht zu dir passt? Dann finde zunächst mit unseren Berufstests heraus, welcher Beruf besser zu dir passen würde.

Und mach dann Praktika: Ob eins oder gleiche mehrere in einem Beruf oder in verschiedenen. Praktika helfen dir sicher zu gehen, dass deine neue Ausbildung in dem neuen Unternehmen auch wirklich zu dir passen.

Wie wär’s mit einem FSJ, dem BDF oder Work & Travel?

Auch ein Freiwilliges soziales Jahr (FSJ), der Bundesfreiwilligendienst (BFD) oder Work & Travel können Möglichkeiten nach deinem Ausbildungsabbruch sein. Denn auch hierbei findest du mehr über dich, deine Fähigkeiten und mögliche berufliche Richtungen für dich heraus.

Ausbildung abbrechen? Cool bleiben!

Merke: Nicht jeder Start ist direkt ein Volltreffer! Mach dich selbst nicht nieder, sondern nutze die Chancen, die du hast. Suche erstmal Lösungen für die Ausbildung, in der du gerade steckst.

Wenn das alles nicht hilft, dann geh den Schritt und brich die Ausbildung ab. Bereite dich aber darauf gut vor und überlege dir bereits davor, was du danach machen willst.

Du siehst: Es führen viele Wege zum Ziel. Wichtig ist: Lass dir helfen und bleib dran! Dann erlernst du in deiner Ausbildung einen Beruf, den du liebst und gerne machst!

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