Jugendlicher bewirbt sich online für eine Ausbilung.

Die Onlinebewerbung.

Starte digital in Deine berufliche Zukunft

Die meisten Unternehmen wünschen sich von ihren Bewerberinnen und Bewerbern eine Onlinebewerbung. Tatsächlich bevorzugt nur noch jeder vierte Arbeitgeber eine klassische Bewerbung per Post. Das hat auch praktische Gründe: Onlinebewerbungen verursachen dem Unternehmen weniger Aufwand beim Sortieren, Verwalten und Weitergeben. Aber auch für Dich hat eine digitale Bewerbung Vorteile: Du sparst Kosten für Bewerbungsmappe, Ausdrucke bzw. Kopien, Umschlag und Porto. Außerdem kommt Deine Bewerbung sofort bei Deinem zukünftigen Ausbildungsbetrieb an.

Darauf solltest Du achten

Digitale Unterlagen anlegen und speichern
Beim Anlegen und Bearbeiten Deiner Dokumente musst Du penibel darauf achten, jedes einzelne Dokument sauber zu benennen und so abzuspeichern, dass Du auch am nächsten Tag die richtige Version wiederfindest. Mache Dir die Mühe und nutze ausführliche Dateinamen, wie z.B. Lebenslauf_DATUM oder Anschreiben_UNTERNEHMEN_DATUM. Denke auch immer daran, dass alle Deine Dokumente zum Ausdrucken geeignet sein sollten. Lege deshalb alles im DIN-A4-Format an und achte auf eine passable Auflösung. Viele Personalentscheider drucken sich Onlinebewerbungen aus, um sie im Team zu besprechen.

Dateiformat & -größe
Deine Dateien müssen natürlich für alle Adressaten zu öffnen sein. Deshalb erstellst Du am besten PDF-Dateien Deiner Textdokumente und Deiner Scans. Die Größe der Mailanhänge sollte dabei zusammen 3 MB nicht überschreiten. Im Internet findest Du kostenlose Programme, mit denen sich Dokumente komprimieren lassen. Bei einer Onlinebewerbung über eine Bewerber-Website richtest Du Dich nach den angegebenen Dateiformaten und -größen.

Unterschrift
Auch bei einer Onlinebewerbung darf die Unterschrift unter Deinem Lebenslauf und Deinem Anschreiben nicht fehlen. Du unterschreibst einfach ganz normal auf einem weißen Blatt Papier und scannst oder fotografierst Deine Unterschrift. Mit einem Bildbearbeitungsprogramm oder der entsprechenden Funktion Deines Textbearbeitungsprogramms schneidest Du das Dokument zurecht und fügst die Unterschrift als Bilddatei in Deine Textdokumente ein.

Die wichtigsten Fragen und Antworten zum Thema Onlinebewerbung findest Du hier:

Zu den FAQ

Bewerbung mal anders – Formen der Onlinebewerbung

Es gibt mehrere Arten der Onlinebewerbung – mit unterschiedlichen Anforderungen: die Bewerbung per E-Mail, per Onlineformular, über eine Bewerber-Website und seit einiger Zeit auch die Bewerbung per Chatbot.

E-Mail – klassische Bewerbung in digitaler Form

Die E-Mail-Bewerbung ist der schriftlichen Bewerbung per Post am ähnlichsten. Du brauchst ein Bewerbungsanschreiben, einen Lebenslauf, gegebenenfalls ein Bewerbungsfoto (freiwillig), Zeugnisse und eventuell weitere Dokumente wie Arbeitsproben, Bescheinigungen und Zertifikate etc. Lediglich die Verpackung, also Mappe und Umschlag, werden nicht benötigt.

E-Mail-Anschreiben
Dein Bewerbungsanschreiben kannst Du als E-Mail-Text verfassen. Deine Anschrift, E-Mail-Adresse und Telefonnummer stellst Du ans Ende. Zusätzlich kannst Du es auch nochmal als eigenständiges Textdokument anhängen. Gehe bei Deinem Anschreiben genauso sorgfältig vor wie bei einer klassischen ausgedruckten Bewerbung: Rechtschreibfehler und Umgangssprache sind auch bei einer Onlinebewerbung nicht erlaubt.

E-Mail-Text
Für Deine E-Mail an das Ausbildungsunternehmen genügen wenige Sätze. Erkläre kurz, warum Du diese E-Mail schickst, und weise auf die angehängten Bewerbungsunterlagen hin. Wichtig ist, dass Du Deinen Namen und Deine vollständige Adresse mit Telefon- bzw. Handynummer in der E-Mail vermerkst. Das kannst Du am besten mit einer Signatur lösen. Du kannst Deine Daten aber auch als E-Mail-Text am Anfang oder am Schluss einfügen. Erwähne auch, welche und wie viele Anhänge Du beigefügt hast, damit alle Deine Daten gefunden werden. Jetzt brauchst Du nur noch eine aussagekräftige Betreffzeile, wie z. B. “Bewerbung um einen Ausbildungsplatz als BERUF”. Nach einem gründlichen Fehlercheck kannst Du Deine Bewerbung abschicken. 

E-Mail-Adresse
Für Deine Onlinebewerbung solltest Du über eine seriös klingende E-Mail-Adresse verfügen. Am besten ist eine Kombination aus Deinem Vor- und Nachnamen. Verwende auf keinen Fall anstößige, umgangssprachliche oder diskriminierende Wörter. 

E-Mail-Anhänge
Am besten hängst Du alle Dokumente als PDF-Dateien an. Das heißt, Du scannst Deine Schulzeugnisse, Praktikumsnachweise und Bescheinigungen ein und speicherst sie gleich als PDF ab. Die meisten Programme verfügen über diese Funktion. Auch Word-Dokumente lassen sich ganz einfach bei „Speichern unter ...“ zum PDF-Dokument umwandeln. Vergiss nicht, den Dokumenten eindeutige Namen zu geben, wie z. B. „Abschlusszeugnis_Mittelschule“, „Praktikumszeugnis_Beispielunternehmen“. Idealerweise fasst Du alle Deine Unterlagen in nur einer PDF-Datei zusammen und hängst diese an Deine E-Mail an. Es gibt Programme, die aus mehreren Dateien eine PDF-Datei erstellen. Dann brauchst Du nur diese eine Datei aussagekräftig zu benennen, z. B. “Bewerbungsunterlagen_VORNAME_NAME”. Du kannst auch Ordner für einzelne Rubriken, z. B. „Zeugnisse“, „Praktika“ etc., anlegen und die Dokumente darin einsortieren. Diese Ordner hängst Du dann an Dein E-Mail-Bewerbungsschreiben an. Lege alle Dokumente im DIN-A4-Format an und achte auf eine gute Auflösung. 

Das Onlineformular – Kontaktaufnahme mit System

Manche Unternehmen bieten die Möglichkeit, sich über ein Onlineformular zu bewerben. Dabei handelt es sich um spezielle Kontaktformulare, die auf der Website des Unternehmens ausgefüllt werden müssen. Bei den meisten Portalen muss man sich vorab registrieren. Dafür werden Deine Eingaben gespeichert und Du kannst beim Ausfüllen Pausen einlegen. Du bestimmst, wann das Dokument abgeschickt wird. Zuvor können Deine Angaben und Dokumente nicht eingesehen werden. Allerdings gibt es auch Anbieter ohne Speicherfunktion, dann solltest Du alle nötigen Dokumente beim Ausfüllen bereits parat haben. 

Dokumente für ein Formular
Am besten ist es, wenn Du alle Deine Basisdokumente schon vorbereitet hast und sie beim Ausfüllen des Formulars nur noch anklicken musst: Lebenslauf, Zeugnisse, Bescheinigungen etc. als PDF-Dateien. Jedes Portal ist anders aufgebaut, eventuell werden auch unterschiedliche Dokumentformen verlangt, z. B. ein Anschreiben als Textdatei oder ein Textfeld, in das ein Anschreiben eingefügt werden muss. Bei einigen Portalen kann jeweils nur ein Dokument hochgeladen werden. Dann musst Du Deine Dokumente zu einem einzigen PDF zusammenfügen. Achte darauf, welche Dateiformate und -größen vom Unternehmen vorgegeben sind, und komprimiere gegebenenfalls Deinen Dateien.

Formular-Textfeld
Ganz wichtig bei dieser Art der Bewerbung ist das Textfeld. Hier gehört das Anschreiben bzw. eine Kurzform Deines Anschreibens hin und Du hast die Möglichkeit, Deiner Bewerbung eine persönliche Note zu geben. Weil Du meistens viel weniger Platz hast als bei einem Briefanschreiben, musst Du genau darauf achten, was Du schreibst. Am besten kommst Du schnell darauf zu sprechen, warum Du für diese Ausbildungsstelle geeignet bist und was Dich an diesem Beruf interessiert. Idealerweise verfasst Du alle Texte in Ruhe außerhalb des Onlineformulars mit einem Textverarbeitungsprogramm und kopierst den Text dann in das Feld hinein. Es kann auch vorkommen, dass Du das Anschreiben als Datei über entsprechende Schaltflächen hochladen sollst, dann fertigst Du ein Anschreiben mit einem Textverarbeitungsprogramm an und speicherst es als Datei ab, wie bei einer Onlinebewerbung per E-Mail. Zum Schluss heißt es wie immer: Vergewissere Dich, dass Du alle Daten angehängt oder hochgeladen hast, und lies alles noch einmal sorgfältig durch.

Formular-Bestätigung
Nach dem Absenden des Bewerbungsformulars erhältst Du meistens eine automatische Bestätigung, dass Deine Bewerbung und Deine Dokumente angekommen sind. Alle weiteren Infos wirst Du dann per E-Mail erhalten, in seltenen Fällen per Telefon. In Deiner Bewerbungsphase solltest Du Deine E-Mails regelmäßig checken und zu den üblichen Bürozeiten per Handy erreichbar sein (während Schul- und Unterrichtszeiten per Mailbox).

Eine eigene Bewerber-Website – ideale Bewerbung für die IT-Branche

Bei der Bewerber-Website handelt es sich um eine extra für den Bewerbungsvorgang erstellte Homepage, die als Link Deiner Bewerbungs-E-Mail beigefügt wird. Die Bewerber-Website beinhaltet alle Informationen und Daten, die auch in Deinen Basisdokumenten zu finden sind. Sie bietet zudem die Möglichkeit, weitere Referenzen oder Hintergrundinformationen über Deine Motivation oder Dein besonderes Engagement einzufügen. Im Internet gibt es verschiedene Anbieter, die eine Erstellung Deiner Bewerber-Website gegen Gebühr übernehmen. Da diese Art der Bewerbung in Deutschland noch nicht besonders verbreitet ist, musst Du bei Deiner Bewerbung für einen Ausbildungsplatz wahrscheinlich nicht darauf zurückgreifen. Wer fit im Programmieren ist, kann allerdings mit einer selbst gestalteten Bewerber-Website Eindruck machen – besonders, wenn Du Dich für einen Ausbildungsplatz in einem IT-Beruf bewirbst.

Bewerbung per Chatbot – automatisierter Bewerbungsprozess

Chatbots sind Dialogsysteme, die automatisierte Gespräche führen. Sie kommen vor allem in Situationen zum Einsatz, wo immer wieder die gleichen Fragen gestellt werden. Im Bewerbungsverfahren sollen sie aus den eingegebenen Antworten mittels vorab gesammelter Daten und Algorithmen die Kandidaten herausfiltern, die am besten zum ausgeschriebenen Stellenangebot passen. Chatbots, die für die Auswahl geeigneter Bewerber*innen zum Einsatz kommen, werden auch Job-Bots, Recruiting-Bots oder Career-Bots genannt. In Deutschland sind Chatbots noch nicht so verbreitet und werden so gut wie gar nicht bei der Besetzung von Ausbildungsplätzen genutzt. Ein Vorteil ist, dass man Chatbots jederzeit unkompliziert nutzen kann – meistens über ein Messenger-System, also auch per Smartphone. Bei einem automatisierten Bewerbungsverfahren funktioniert der Chatbot mittels Texteingabe, damit alle Fragen und Antworten schriftlich dokumentiert sind. Falls Du während Deiner Bewerbungsphase auf einen Chatbot triffst, kannst Du Dich ruhig auf diese Technik einlassen. In der Regel dient diese dann nur zum ersten Datensammeln und „Kennenlernen“, in der Praxis fällt dann ein realer Mensch die Entscheidung, welche*r Kandidat*in für das Unternehmen interessant ist. Wenn Du ein paar Dinge beachtest, bevor Du die Kommunikation mit dem „digitalen Gesprächspartner startest“, kannst Du gar nichts falsch machen.

Jeder Chatbot ist anders
Die Qualität der Kommunikation mit einem Chatbot kann extrem unterschiedlich sein. Je nach Datenmenge, -qualität und Rechnerleistung kannst Du mit einem Chatbot ein fast „normales“ Gespräch mit individuellen Fragen führen oder aber nur Antworten eingeben. Wenn Du einen Chatbot für Deine Bewerbung nutzt, merkst Du recht schnell, auf welchem Niveau sich Dein virtueller Gesprächspartner befindet. 

Einfach mitreden beim Chatbot
Wenn Du eine Chatbot-Kommunikation startest, lässt Du Dich einfach vom System durch das Gespräch führen. Beantworte die Fragen, die Dir gestellt werden, wie in einem echten Gespräch. Manchmal wirst Du vorab oder im Chat nach Deinen persönlichen Daten gefragt. Es gibt aber auch Chatbots, die darauf verzichten, um eine möglichst neutrale Kandidatenauswahl zu ermöglichen. Beantworte einfach die Fragen, die Dir gestellt werden, und / oder mache die Aufgaben, die Dir der Chatbot aufträgt. Es kann z. B. passieren, dass Du eine kleine Geschichte erzählen sollst. Aber keine Angst, meistens reichen knappe Antworten. 

Bereite Dich auf den Chatbot vor
Auch wenn der Chatbot für eine schnelle, unkomplizierte und beiläufige Bewerbungsform steht, solltest Du Dich ein bisschen vorbereiten. Starte nicht sofort, sondern informiere Dich über das Unternehmen und mache Dir ein paar Notizen zu möglichen Fragen. Hierbei handelt es sich um Fragen, die Du bei einer herkömmlichen Bewerbung mit Deinem Anschreiben bzw. mit Deinem Motivationsschreiben beantwortest: Was interessiert Dich am Unternehmen? Warum bist Du die/der richtige Kandidat*in? Welche Ziele hast Du etc.? Viele Chatbots stellen aber auch ganz überraschende Fragen, bei denen Du Phantasie zeigen kannst, wie z. B.: Was ist Dein Lieblingsgegenstand? Was würdest Du auf eine einsame Insel mitnehmen? Damit möchten die Personalentscheider eher Deine Persönlichkeit kennenlernen. Falls Du aufgefordert wirst, Unterlagen wie Zeugnisse, Lebenslauf etc. zu schicken, solltest Du vorbereitet sein und diese in einem Order als PDF angelegt haben. 

Sprache an den Chatbot anpassen
Je nach Standard und „Qualität“ des Chatbots kannst Du auch selbst Fragen stellen. Diese sollten allerdings in einer leicht verständlichen Sprache und nicht zu kompliziert sein. Wenn der Chatbot Deine Frage nicht versteht, wird er mit einer Standardantwort reagieren oder Dich an einen echten Gesprächspartner verweisen, z. B. indem er eine E-Mail-Adresse nennt. Auch wenn das Gespräch manchmal holprig ist oder Du nicht immer die Sprache des Chatbots sprichst, nimmt Dir das niemand übel. Das liegt lediglich daran, dass das System noch nicht ganz ausgereift ist – aber das wissen die Unternehmen, die diesen Kanal nutzen.

Wichtige Unterlagen für Deine Onlinebewerbung

Das Bewerbungsanschreiben - Wirb für Dich

Dein Bewerbungsanschreiben ist Dein erster Kontakt mit Deinen zukünftigen Ausbildern, Vorgesetzten und Personalverantwortlichen im Ausbildungsunternehmen. Mit Deinem Anschreiben stellst Du Dich vor und präsentierst Dich als der/die richtige Kandidat*in für die angebotene Ausbildungsstelle. Darum solltest Du Dir bei Deinem Anschreiben Zeit lassen und Mühe geben. Schreibe für jede Bewerbung ein neues Anschreiben. Einzelne Textabschnitte kannst Du zwar so formulieren, dass Du sie für alle Deine Bewerbungsanschreiben verwenden kannst, dennoch solltest Du immer darauf achten, mit Deinem Anschreiben auf die konkrete Ausbildungsstellenanzeige zu reagieren. Auch auf die Einhaltung von Rechtschreib- und Grammatikregeln solltest Du penibel achten. Also: Korrekturlesen ist Pflicht. Frage doch Deine Eltern, ob sie Dein Anschreiben auch noch einmal auf eingeschlichene Fehler überprüfen. 

Formatierung
Grundsätzlich sollte Dein Anschreiben auf eine DIN A4 Seite passen. Falls Du mehr über Dich erzählen möchtest, kannst Du ein zusätzliches Motivationsschreiben anfertigen. Als Schrift verwendest Du eine neutrale Standardschrift, wie „Times“, „Arial“ oder „Helvetica“ in einer gut lesbaren Schriftgröße (mindestens 10, besser 11). Das Bewerbungsanschreiben ist immer ein Brief an das Ausbildungsunternehmen und besteht aus verschiedenen Elementen, die alle ihren festen Platz haben.

Unternehmensanschrift
Oben links steht die vollständige Anschrift des Ausbildungsbetriebs, in dem Du Dich bewirbst. Zur Adresse gehört auch der Name Deiner Kontaktperson. Das ist meistens jemand aus der Personalabteilung bzw. der/die Ausbilder*in. In kleinen Ausbildungsbetrieben werden die Bewerbungen oft direkt an die Vorgesetzten gesendet. In Stellenanzeigen werden die Kontaktpersonen immer erwähnt – meistens unten in der Adresszeile.

Kontaktdaten
Auch Deine Kontaktdaten haben auf dem Bewerbungsanschreiben ihren festen Platz. Üblicherweise steht Deine Adresse oben rechts oder im Briefkopf Deines Bewerbungsanschreibens.

Datum
Nach der Adresse notierst Du in einer Zeile Ort und Datum, beispielsweise: Regensburg, 12. Juli 2019. Dies kannst Du links- oder rechtsbündig machen.

Betreff
Unter das Datum – mit einer Zeile Abstand – kommt der Betreff für Dein Anschreiben. Der Betreff erklärt kurz und knapp wie eine Überschrift, worum es in Deinem Anschreiben geht. Er wird immer in fetter Schrift geschrieben. Achte darauf, dass Dein Betreff nicht länger als eine, maximal zwei Zeilen lang ist. Nenne im Betreff den Ausbildungsplatz, auf den Du Dich bewirbst, wie z. B.: „Bewerbung um eine Ausbildungsstelle als Fachlagerist in Ihrem Unternehmen“. Nach dem Betreff kommt kein Satzzeichen.

Anrede
Richte Dein Anschreiben an die Ansprechperson im Ausbildungsunternehmen. Verwende dafür die üblichen höflichen Anredeformen, wie „Sehr geehrte/-r Frau / Herr XXXX “ oder „Guten Tag Herr / Frau XXXX“. Wichtig ist, dass Du die Personen namentlich ansprichst. Das zeigt den Personalverantwortlichen, dass Du Dich mit dem Unternehmen beschäftigt hast. Die Namen der Ansprechpartner findest Du in der Regel in den Ausschreibungen zum Ausbildungsplatz. Oder Du informierst Dich auf der Unternehmenswebsite. Du kannst auch kurz im Ausbildungsbetrieb anrufen und nachfragen, an wen sich Deine Bewerbung richten soll. Mache Dir keine Sorgen, aufdringlich oder hilflos zu wirken. Dein Engagement wird meistens als positives Zeichen verstanden.

Text
Im Hauptteil Deines Bewerbungsanschreibens stellst Du Dich vor und erklärst, wie Du auf das Ausbildungsangebot aufmerksam geworden bist. Zudem erläuterst Du kurz, was Dich an dieser Ausbildung und an diesem Unternehmen interessiert, und vor allem, warum Du der/die geeignete Bewerber*in für diese Stelle bist. Vielleicht hast Du ja bereits in der Schule ein Praktikum oder einen Ferienjob in einem ähnlichen Betrieb gemacht oder hast ein Hobby, das mit dem angebotenen Ausbildungsplatz zu tun hat? Dann erwähne dies in Deinem Anschreiben. Begründe aber immer Deine Argumente. Wenn Du beispielsweise in Deinem Bewerbungsanschreiben erwähnst, dass Du technikbegeistert bist, dann erkläre gleich, warum. Mit solchen Zusatzqualifikationen und Erläuterungen zeigst Du den Ausbildenden und Personalverantwortlichen, dass Du Dich wirklich für diese Ausbildungsstelle interessierst und die entsprechenden Talente und Interessen mitbringst – und das macht einen guten Eindruck. Das ist gar nicht so schwierig, wie es klingt. Schreibe einfach so, wie Du einem guten Freund von Dir erzählen würdest. Du darfst ruhig locker und natürlich wirken, solltest dabei aber auf korrekte Formulierungen sowie die richtige Schreibweise und Grammatik achten.

Fragen
Diese Fragen solltest Du mit dem Text Deines Bewerbungsanschreibens beantworten:

  • Wer bist Du? (Schüler*in, Absolvent*in, Student*in)

  • Welche Schule besuchst Du / hast Du besucht?

  • Wie bist Du auf das Ausbildungsangebot aufmerksam geworden? (Zeitung, Ausbildungsplatzbörse, persönliche Empfehlung)

  • Wann bist Du mit welchem Schulabschluss fertig?

  • Wann kannst Du die Ausbildungsstelle antreten?

  • Möchtest Du vor der Ausbildungszeit ein Praktikum im Betrieb machen?

  • Warum willst Du genau diese Ausbildung machen?

  • Warum interessierst Du Dich für eine Ausbildung in diesem Unternehmen?

  • Welche Deiner Talente passen zu dieser Ausbildung?

  • Was erwartest Du von Deiner Ausbildung?

Abschluss
Um Deine Motivation und Dein Engagement nochmals zu betonen, kann Du abschließend erwähnen, dass Du auch an einem Praktikum oder an Schnuppertagen im Ausbildungsunternehmen interessiert bist. Drücke auf jeden Fall aus, dass Du Dich über eine Einladung zum Vorstellungsgespräch freust, und zeige damit, dass Du eine Antwort erwartest.

Gruß und Unterschrift
Deine Bewerbungsunterlagen unterschreibst Du mit Deinem vollen Vor- und Nachnamen. Du kannst Deinen Namen zusätzlich in Computerschrift unter den Leerraum für Deine Unterschrift setzen. So ist Deine Unterschrift sauber platziert und die Personalverantwortlichen können Deinen Namen nochmals gut lesen – und in Erinnerung behalten. Vor Deine Unterschrift setzt Du noch eine sympathische Grußformel, üblicherweise wird ein Geschäftsbrief mit der Formel „Mit freundlichen Grüßen“ abgeschlossen.

Anlagen
Wenn Du Deine Bewerbungsmappe per Post an den Ausbildungsbetrieb schickst, solltest Du ganz unten auf der Seite noch auflisten, welche Bewerbungsunterlagen Du als Anhang mitschickst. Achte darauf, dass alles, was Du hier aufzählst, auch tatsächlich in Deiner Mappe zu finden ist.

Lade Dir das passende Muster-Anschreiben als PDF herunter. 

 Muster-Anschreiben Mittelschule

 Musteranschreiben Realschule

Der Lebenslauf - Dein Werdegang im Überblick

Der Lebenslauf ist neben Deinem Bewerbungsanschreiben das wichtigste Element Deiner Bewerbungsunterlagen. Die Personalverantwortlichen im Ausbildungsunternehmen wollen genau wissen, was Du bisher gemacht hast. Darum muss Dein Lebenslauf der Wahrheit entsprechen, Du darfst nichts auslassen oder hinzufügen. Es gibt standardisierte Richtlinien für Bewerbungen, die Dir helfen, alle wichtigen Daten und Infos zu Deiner Laufbahn in ein übersichtliches Dokument zu bringen. 

Format
Du schreibst Deinen Lebenslauf für Deine Ausbildungsplatzsuche als Tabelle am Computer. Meistens reicht eine DIN-A4-Seite, die Du in zwei Spalten teilst. In der linken Spalte steht, um was es geht, und in die rechte Spalte notierst Du die entsprechenden Infos und Daten. Verwende auch beim Lebenslauf eine Standardschrift (z. B. Arial oder Helvetica) – am besten die gleiche wie für Dein Bewerbungsanschreiben. Im Internet und in den meisten Textverarbeitungsprogrammen (z. B. Word) findest Du kreative Vorlagen, mit denen Du Deinen Lebenslauf gestalten kannst. Übersichtlichkeit und Wahrheit sind allerdings wichtiger als ein besonderes Design. 

Aufteilung
Gliedere Deinen Lebenslauf in Themenblöcke. So können die Personalverantwortlichen im Ausbildungsunternehmen schnell alle Infos finden, die sie suchen. Setze vor jeden Themenblock im Lebenslauf eine Zwischenüberschrift, z. B. „Persönliche Daten“, „Schullaufbahn“, „Praxiserfahrung“, „Besondere Fähigkeiten“ etc. Beginne bei jedem Themenblock mit der aktuellsten Info und gehe dann immer weiter zurück. 

Persönliche Daten
Beginne Deinen Lebenslauf mit Deinen persönlichen Daten: Vor- und Nachname, aktuelle Adresse, Telefonnummer, Mobilnummer und E-Mail-Adresse. Geburtsdatum und Geburtsort brauchst Du nicht anzugeben. Wenn es Dir nichts ausmacht, kannst Du es aber gerne tun, um damit Dein Alter und Deine Herkunft mitzuteilen. Weitere Infos wie Familienstand (Bist Du verheiratet? Hast Du schon Kinder?), Staatsangehörigkeit etc. musst Du nicht in Deinen Lebenslauf schreiben, außer Du möchtest es. 

Schullaufbahn
Beginne mit der Schule, die Du im Moment besuchst oder die Du zuletzt abgeschlossen hast. Notiere die Dauer des Schulbesuchs (z. B. „September 2009 bis heute“ oder „09/2009 – 09/2012“) und nenne dann den vollständigen Namen der Schule (z. B. „Adam-Riese-Mittelschule Musterstadt“). Wenn Du noch keinen Schulabschluss hast, notierst Du zusätzlich „Voraussichtlicher Schulabschluss“ mit Zeitpunkt und Abschlussart.

Praxiserfahrung
Wenn Du bereits Praktika oder Ferienjobs gemacht hast, erwähnst Du sie hier. Genau wie bei den anderen Blöcken in Deinem Lebenslauf beginnst Du mit dem neuesten Ereignis und gehst dann weiter zurück in die Vergangenheit. Gib auch bei Deinen Praxiserfahrungen die genaue Dauer an (z. B. „Februar 2012 bis April 2012: Praktikum bei XX“ oder „02/2012 – 04/2012: Ferienarbeit bei XX“) und nenne einige Deiner Aufgaben (z. B. Tätigkeiten: „Lagerarbeit, Büroassistenz, Bedienung von Maschine XX“).

Besondere Kenntnisse
Hier fasst Du alles zusammen, was Du besonders gut kannst und was Dir in Deiner Ausbildung nützlich sein könnte. Hast Du z. B. einen Führerschein, sprichst Du Fremdsprachen oder kennst Du Dich mit bestimmten Computerprogrammen besonders gut aus? Schreibe immer auch dazu, wie gut Du die jeweilige Fähigkeit beherrschst (z. B. „Englisch fließend in Wort und Schrift“ oder „Grundkenntnisse in Excel“ etc.). Selbstverständlich musst Du alles, was Du hier aufzählst, auch tatsächlich können. 

Hobbys, Interessen
Führe alle Deine Interessen, Talente und sonstigen Fähigkeiten auf, die zu Deiner Bewerbung passen. Bewirbst Du Dich für eine Ausbildungsstelle als Mechatroniker/-in und schraubst hobbymäßig gerne an alten Mofas und Rollern, dann passt das perfekt in Deine Bewerbung. Organisierst Du Freizeiten für Deinen Sportverein oder bist Du ehrenamtlich engagiert, dann erwähne das und zeige damit, dass Du teamfähig bist und Dich für andere Menschen einsetzt. 

Datum und Unterschrift
Am Ende unterschreibst Du Deinen Lebenslauf und gibst das aktuelle Datum an. Wenn Du Dich mit einem Lebenslauf bewirbst, sollte dieser immer auf dem aktuellen Stand sein – ein Lebenslauf, der vor einem halben Jahr geschrieben wurde, macht keinen guten Eindruck. Aktualisiere Deinen Lebenslauf regelmäßig, vor allem dann, wenn Du während Deiner Bewerbungsphase Praktika, Ferienjobs etc. absolvierst. 

Bewerbungsfoto
Falls Du bei Deiner klassischen Bewerbungsmappe kein Deckblatt verwendest, wird Dein Bewerbungsfoto (falls Du eines einfügen möchtest) auf dem Lebenslauf platziert – üblicherweise oben rechts. Es kommt aber darauf an, wie Du Dein Dokument gestaltest. Bei einer Onlinebewerbung wird das Bewerbungsfoto als Anhang mitgeschickt. 

Lade Dir den passenden Muster-Lebenslauf als PDF herunter. 

 Muster-Lebenslauf Mittelschule

 Muster-Lebenslauf Realschule

Das Bewerbungsfoto - Zeige Dich von Deiner besten Seite

Ein Bewerbungsfoto ist nicht mehr Pflicht für Bewerbungsunterlagen, sondern freiwillig. Ausbildungsunternehmen dürfen keine Fotos von ihren Bewerber*innen verlangen. Dennoch freuen sich viele Personalverantwortliche nach wie vor über ein Bild, um einen ersten Eindruck zu erhalten. Darum kannst Du gerne, wenn Du nichts dagegen hast, ein aktuelles Bewerbungsfoto (nicht älter als 6 Monate) zu Deinen Unterlagen hinzufügen – als gedrucktes Foto auf dem Lebenslauf bzw. auf dem Deckblatt für Deine klassische Bewerbung per Post oder als digitales Bild für Deine Onlinebewerbung. Ausnahme: Wenn in der Ausschreibung des Ausbildungsplatzes vermerkt ist, dass ein Bewerbungsfoto unerwünscht ist, dann solltest Du auch keines verwenden. 

Beim Anfertigen Deines Bewerbungsfotos solltest Du ein paar Dinge beachten. 

Qualität – geht auch ein Selfie?
Verwende für Deine Bewerbungsunterlagen ein professionelles Foto, auf dem Du gepflegt und sympathisch rüberkommst. Urlaubsfotos, Schnappschüsse, Selfies oder Passbilder eignen sich nicht, um sich damit für eine Ausbildungsstelle zu bewerben! Gehe zu einem Fotostudio und lasse Dich von einem Porträtfotografen optimal ablichten. Viele Studios bieten günstige Bewerbungsbilder-Sets zum Mitnehmen an – auch digitalisiert.

Kleidung – was ziehe ich an?
Überlege Dir schon vor dem Fototermin, was Du auf dem Bewerbungsfoto tragen möchtest. Mit einem ordentlichen Hemd oder einer Bluse liegst Du auf jeden Fall richtig. Ziehe Dir lieber etwas Dezentes an und verzichte auf grelle Muster. Sakko und Krawatte sind nur nötig, wenn Du Dich für einen Ausbildungsplatz in einem Unternehmen mit strenger Kleiderordnung bewirbst. Auf der Website des Unternehmens (z. B. unter der Rubrik Team oder Mitarbeiter) findest Du meistens schnell heraus, welcher Kleiderstil bevorzugt wird. Wenn Du Dich für einen Ausbildungsplatz in einer Werkstatt bewirbst, ist auch ein gut sitzendes Polohemd okay. Mädchen sollten auf keinen Fall einen allzu tiefen Ausschnitt tragen und Jungs lassen nur die obersten zwei bis drei Knöpfe ihres Hemdkragens offen. Probiere verschiedene Oberteile vor dem Spiegel an. Wichtig ist, dass Du Dich in Deiner Kleidung wohl fühlst und gleichzeitig seriös und sympathisch wirkst. 

Schmuck – soll ich Piercings herausnehmen?
Wenn Du Piercings oder sichtbare Tätowierungen trägst, überlege Dir, ob Du sie besser verdeckst oder herausnimmst. Auch wenn Körperschmuck heute nichts Ungewöhnliches ist und meistens problemlos akzeptiert wird, macht ein Bewerbungsbild ohne Piercings oft einen besseren Eindruck – vor allem, wenn es um einen Ausbildungsplatz geht, bei dem Du Kundenkontakt hast. Halsketten, Ohrringe etc. sollten zum Outfit passen und nicht zu auffällig und protzig sein.

Makeup – dezent oder auffällig?
Wie (stark) Du Dich schminkst, gehört natürlich auch zu Deinem individuellen Look. Grundsätzlich gilt, dass Du Dich für das Bewerbungsfoto so schminkst, dass Du auf dem Foto so authentisch wirkst, wie Du wirklich bist. Achte aber dennoch auf dezente Farben und ein natürliches Aussehen. Für Jungs gilt es, gepflegt auszusehen. Und dazu gehört eine frische Rasur (außer Du bist Bartträger), abgedeckte Hautunreinheiten und eine geputzte Brille (bei Brillenträgern). Neutraler Puder beseitigt unschöne Glanzstellen im Gesicht und darf auch von Jungs verwendet werden.

Frisur – muss ich extra zum Friseur?
Für Dein Bewerbungsfoto sollte die Frisur, die Du üblicherweise trägst, gut sitzen. Dafür brauchst Du aber nicht unbedingt zum Friseur zu gehen. Achte lieber darauf, dass Deine Haare frisch gewaschen und ordentlich gekämmt sind. Den letzten Schliff verpasst Du Dir dann beim Termin im Fotostudio vor dem Spiegel. Nimm einen Kamm oder eine Bürste und evtl. Haargel oder Haarspray mit. Wenn Du vorhast, Deinen Frisurenstil oder Deine Haarfarbe komplett zu verändern, tust Du das am besten, bevor Du Dein Bewerbungsbild machen lässt. Bei einer Einladung zum Bewerbungsgespräch solltest Du Deinem Bewerbungsbild schon ähnlich sehen.

Körpersprache – wie soll ich in die Kamera schauen? 
Dein Bewerbungsfoto wird am besten, wenn Du unverkrampft, locker und völlig natürlich in die Kamera lächelst. Das ist bei
einem schnellen Fototermin aber gar nicht so einfach. Versuche es trotzdem und vergiss für einen kurzen Moment, wofür Du das Foto machst. Konzentriere Dich auf die Anweisungen der Profis aus dem Fotostudio – sie wissen genau, wie sie das perfekte Bild von Dir schießen.

Bildbearbeitung – darf ich mein Bild bearbeiten? 
Auch wenn Du die entsprechenden Programme zu Hause hast, solltest Du Dein Bewerbungsfoto nicht verändern. Oft ist es zu erkennen, dass jemand das Bild nachbearbeitet hat. Und das macht einen schlechteren Eindruck als ein winziger Pickel oder eine falsch fallende Haarsträhne. Im Fotostudio wird meistens schon eine digitale Überarbeitung der Bilder vorgenommen, um Farben anzupassen und Korrekturen von groben Irritationen vorzunehmen. Sprich die Mitarbeiter im Fotostudio einfach darauf an und sage auch, wenn Dir etwas an Deinem Bild nicht gefällt. 

Daten 
Deine Bewerbungsbilder kaufst Du am besten ausgedruckt (für Deine Bewerbungsmappe) und in digitaler Form. Frage im Fotostudio vorab, ob sie diesen Service anbieten. In den meisten Studios bekommst Du sowohl einen Ausdruck Deiner Fotos als auch eine digitale Version. Die Bilddatei kannst Du ganz einfach für Dein Deckblatt oder Deinen Lebenslauf verwenden und anschließend ausdrucken. Achte hierbei auf eine gute Qualität des Ausdrucks. Für Deine Onlinebewerbung benötigst Du auf jeden Fall ein digitales Bild.

Das Motivationsschreiben – Dein Engagement zählt

Das Motivationsschreiben ist kein Pflichtelement für Deine Bewerbung. Es kann Dir aber helfen, dem Ausbildungsunternehmen zu zeigen, warum Du diese Ausbildung machen möchtest und warum Du genau der oder die Richtige für die ausgeschriebene Ausbildungsstelle bist. Dafür ist im Bewerbungsanschreiben meistens zu wenig Platz. Das Motivationsschreiben kommt in Deine Bewerbungsmappe oder wird als Anhang Deiner Onlinebewerbung beigefügt. Überlege Dir gut, was Du schreiben möchtest, und gliedere Dein Dokument.

Aufbau 
Das Motivationsschreiben sollte nicht länger als eine Seite sein. Auch hier setzt Du Deinen vollen Namen und Deine Kontaktdaten in die Kopfzeile. Den Text gliederst Du in thematische Abschnitte mit Zwischenüberschriften.

Überschrift
Überlege dir eine Überschrift für Dein Motivationsschreiben, in der Du die Ausbildungsstelle, für die Du Dich bewirbst, nochmals nennst. Beispiel: „Warum ich mich für eine Ausbildung als XX in Ihrem Unternehmen bewerbe“.

Inhalt
Stelle Dir folgende Fragen und formuliere Deine persönlichen Antworten knapp und klar: „Was kann ich besonders gut?“, „Was interessiert mich?“, „Wie kann ich meine Fähigkeiten in die Ausbildung einbringen?“, „Was erwarte ich von der Ausbildung?“, „Warum will ich diesen Ausbildungsberuf erlernen?“, „Warum interessiere ich mich für dieses Unternehmen?“, „Was will ich auf lange Sicht beruflich erreichen?“. Informiere Dich auch auf der Internetseite des Ausbildungsbetriebs über den Ablauf der Ausbildung und die beruflichen Möglichkeiten.

Persönliches
Stelle Dich vor, ohne nochmals Deinen Namen zu nennen. Erzähle stattdessen etwas Persönliches von Dir, z. B. von Deinen Erfahrungen, Wünschen, Zielen und Plänen etc. Nimm Bezug auf Deine Bewerbung und auf die gewählte Ausbildungsstelle. So machst Du zusätzlich auf Dich aufmerksam und weckst das Interesse der Personalverantwortlichen und Entscheider.

Stärken und Fähigkeiten
Schreibe auf Deiner Motivationsseite einen Absatz darüber, was Du bereits kannst und welche Ziele Du schon erreicht hast. Erwähne auch, was Du noch lernen möchtest und welche Fertigkeiten Du verbessern willst. Deine Wünsche und Ziele sollten zur angebotenen Ausbildungsstelle passen.

Berufliche Ziele
Im letzten Abschnitt beschreibst Du Deine Ziele ausführlich. Beziehe Dich dabei auf die Informationen, die Du über das Ausbildungsunternehmen herausgefunden hast, und gehe auf konkrete Themen und Angebote ein. Ist das Unternehmen auch bei Projekten im Ausland aktiv? Dann schreibe zum Beispiel, dass Du an solchen Arbeiten mitwirken möchtest. 

Lade Dir das Muster-Motivationsschreiben als PDF herunter. 

 Muster-Motivationsschreiben

Zeugnisse und Bescheinigungen – Deine wertvollen Dokumente

Mit diesen Dokumenten zeigst Du Deine Leistungen und belegst das, was Du in Deinem Lebenslauf, Deinem Bewerbungsanschreiben und Deinem Motivationsschreiben über Dich, Deine Interessen und Fähigkeiten gesagt hast. Selbstverständlich sind gute Schulnoten nicht alles, aber sie geben den Personalverantwortlichen einen Anhaltspunkt, wo Deine Stärken liegen. Deine tatsächlichen oder zusätzlichen Talente und Dein Engagement zeigst Du mit allen weiteren Dokumenten, die Du Deiner Bewerbung hinzufügst. Vergiss nicht, Dir für alle Tätigkeiten, Jobs, sozialen Engagements etc. schriftliche Bestätigung oder sogar Zeugnisse geben zu lassen. Falls Dir solche fehlen, kannst Du sie auch nachträglich anfordern.

Kopien
Lege niemals Deine Originalunterlagen in Deine Bewerbungsmappe. Wenn Du Deine Unterlagen zur Bewerbung mit der Post an Ausbildungsunternehmen verschickst, dann mache vorher Kopien – in guter Qualität und am besten in Farbe. Wenn Du Dich digital bewirbst, brauchst Du sowieso Scans Deiner Zeugnisse und Zertifikate.

Reihenfolge
Wenn Du alle Dokumente und Unterlagen gesammelt hast, bringst Du Deine Zeugnisse in die richtige Reihenfolge. Beginne mit dem wichtigsten Dokument – das ist Dein aktuelles Schulzeugnis. Danach kommen Zeugnisse und Bescheinigungen über Praktika, Nebentätigkeiten und soziales Engagement sowie weitere Zertifikate, wie z.B. die Ergebnisse vom Berufsorientierungstest BerufsCheck(me).

Schulzeugnis 
Für Deine Bewerbung verwendest Du immer Dein aktuelles, also Dein letztes Schulzeugnis. Wenn Du schon ein Abschlusszeugnis hast, dann kommt selbstverständlich dieses zu Deinen Bewerbungsunterlagen. Zusätzliche Zeugnisse, z. B. von weiterführenden Schulen, Sprachkursen, Computerkursen etc., fügst Du auch zu Deinen Unterlagen hinzu.

Praktikumszeugnis 
Wenn Du ein Pflichtpraktikum gemacht oder freiwillige Praktika absolviert hast, wurden Dir bestimmt Bescheinigungen oder Zeugnisse für diese Zeit ausgestellt. Falls nicht, solltest Du diese rückwirkend bei den entsprechenden Unternehmen oder Organisationen anfordern. Denn mit diesen Dokumenten zeigst Du den Personalverantwortlichen, was Du schon alles gemacht und geleistet hast – und eventuell auch, dass Du der/die beste Kandidat*in für die Ausbildungsstelle bist.

Ferien- und Nebenjob 
Auch Belege für Deine Nebentätigkeiten können hilfreich für Deine Bewerbung sein. Vor allem dann, wenn die Jobs etwas mit der Ausbildungsstelle, auf die Du Dich bewirbst, zu tun haben. Aber auch wenn das nicht der Fall ist und Du z. B. samstags Zeitungen ausgetragen oder in den Ferien Eis verkauft hast, zeigst Du, dass Du schon Erfahrungen im Berufsleben und im Umgang mit Menschen gesammelt hast.

Soziales Engagement
Wer sich freiwillig engagiert, z. B. im Sportverein oder in der Jugendarbeit, kann sich meistens auch eine Bescheinigung darüber geben lassen. Erwähne Dein soziales Engagement schon im Lebenslauf und belege es mit einer entsprechenden Bescheinigung. Damit beweist Du Engagement, Verantwortung und soziale Kompetenz – Soft Skills, mit denen Du bei den Personalverantwortlichen punktest.

Eignungstests 
Ergebnisse von Eignungstests oder Orientierungstests können Deine Bewerbungsunterlagen sinnvoll ergänzen. Wenn der Test von einem seriösen Anbieter ist, zeigt Dein Ergebnis Deine tatsächlichen Leistungsstärken. Achte darauf, dass Dein erzieltes Ergebnis zu den Anforderungen der Ausbildungsstelle passt. 

BerufsCheck(me)-Zertifikat
Der Berufsorientierungstest BerufsCheck(me) mit Zertifikat der AusbildungsOffensive-Bayern gibt ausführliche Einblicke in Deine Talente und Interessen. Er ermittelt Deine Stärken in verschiedenen Bereichen, die für Ausbildungen in der Metall- und Elektroindustrie wichtig sind. Am Ende des berufs-check(me) erhältst Du eine genaue Auswertung und ein persönliches Zertifikat mit Deinem Ergebnis. Beziehe Dich bei Deiner Begründung, warum Du für die Ausbildungsstelle geeignet bist, auch auf dieses Testergebnis und füge das Zertifikat Deinen Bewerbungsunterlagen hinzu. Das berufs-check(me)-Zertifikat ist in der bayerischen Metall- und Elektroindustrie bekannt und ergänzt Deine Bewerbungsunterlagen wie ein zusätzliches Zeugnis.

Vorab-Kontaktaufnahme
Jugendliche liegen auf Wiese und denken über ihre Berufsausbildung nach.

Zeige echtes Interesse

Eine Vorab-Kontaktaufnahme mit den Ausbildungsverantwortlichen kann Dir einen Vorteil gegenüber anderen Bewerbern verschaffen. Hinterlasse durch den persönlichen Kontakt einen guten Eindruck, noch bevor Du Deine Bewerbungsunterlagen abschickst.

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Klassische Bewerbung
Jugendliche denkt über klassische Bewerbung nach.

Schwarz auf weiß

Auch im digitalen Zeitalter bestehen noch einige Arbeitgeber auf einer klassische Bewerbung per Post. Wir erklären Dir, worauf Du bei dieser Bewerbungsform achten musst.

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Initiativbewerbung
Jugendliche denkt über Initiativbewerbung nach.

Mit Eigenengagement zum Traumberuf

Auch wenn das Unternehmen, für das Du Dich interessierst, keine freien Ausbildungsplätze ausgeschrieben hat, lohnt es sich, eine Initiativbewerbung zu schicken. Damit zeigst Du Engagement und Eigeninitiative.

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