Geschäftsfrau in einem Meeting sitzt konzentriert zwischen Kollegen im Büro.

Vorstellungs­gespräch:
So klappt deine Selbst­präsenta­tion!

  13. April 2023   |     Kategorie: Bewerbungsprozess   |     ca. 20 Min. Lesezeit

Überzeuge in ca. 3 Minuten

„Erzählen Sie uns doch etwas über sich…“, ein absoluter Klassiker in Sachen Fragen im Vorstellungsgespräch für eine Ausbildung. Und eine Frage, die die meisten in den Panik-Mode schalten lässt. Und das ohne Grund! Denn du kannst deine Selbstpräsentation optimal vorbereiten.

Entdecke, wie du diese Frage easy meisterst und direkt zum Start von dir als Azubi überzeugst.

Selbstpräsentation in 3 Schritten: Ich bin! Ich kann! Ich will!

Ja! So einfach kannst du deine Selbstpräsentation perfekt vorbereiten. Kurz gesagt, erzählst du einfach, wer du bist, was du kannst und was du willst. Dabei darfst du ruhig von dir selbst und deinen Fähigkeiten überzeugt sein – Selbstpräsentation heißt nämlich auch, ein bisschen Werbung für sich selbst zu machen. Bleib dabei aber immer authentisch!

Lass uns zuerst 4 Fakten zur Selbstpräsentation klären:

Kurz-Erklärung

Die Selbstpräsentation ist der Part in einem Vorstellungsgespräch, in dem du dich kurz vorstellst und bereits von dir überzeugst. Sozusagen, das erste Beschnuppern…

Ca. 3 bis 5 Minuten

Deine Selbstpräsentation sollte ungefähr 3 Minuten dauern und 5 Minuten auf keinen Fall überschreiten.

Oft direkt am Anfang

Nach dem Smalltalk zum Start des Gesprächs und der Vorstellung des Unternehmens sowie der Ausbildung, folgt meistens die Selbstpräsentation. Dein Gegenüber spricht dich direkt darauf an: „Stellen Sie sich doch mal kurz vor…“ oder „Erzählen Sie doch bitte etwas über sich…“

Vorbereitung ist alles

Deine Selbstpräsentation kannst du super vorbereiten und vor dem Vorstellungsgespräch mit jemanden trainieren.

Schritt 1: Ich bin…

In dem ersten Schritt deiner Selbstpräsentation geht es um deine Person: Du bedankst dich für die Einladung, nennst deinen vollständigen Namen, dein Alter und erklärst, was du gerade machst.

Ich bin…-Beispiel

„Vorab vielen Dank für die Einladung zum Vorstellungsgespräch und die Möglichkeit Sie persönlich kennenzulernen. Mein Name ist Max Mustermann und ich mache zur Zeit meinen Realschulabschluss an der Realschule Musterstadt. Damit werde ich voraussichtlich nächstes Jahr fertig sein…“

Schritt 2: Ich kann…

Jetzt geht’s um die wichtigsten Stationen in deinem bisherigen Werdegang. Stelle dabei die Verbindung zu der Ausbildung her und beziehe dich auf Angaben aus der Stellenbeschreibung: Dein Fokus liegt auf den Dingen, die du bereits gelernt hast, deinen Stärken und was dich als Azubi für diese Stelle so gut geeignet macht. Und wie immer gilt: Führe für deine Stärken immer Beweise an.

Falls du ein Praktikum gemacht hast, wäre das wäre auch der optimale Zeitpunkt, um es zu erwähnen – und natürlich, was dir an ihm gefallen hat.

Ich kann…-Beispiel

„Ich habe mich schon immer für Mechanik interessiert und repariere mit meinem Vater schon seitdem ich denken kann, unsere Autos, aber auch die unserer Verwandten und Bekannten selbst. Das macht mir viel Freude und so konnte ich mir schon ein gutes Wissen über Automechanik aneignen. Das ist auch der Grund für meine guten Noten in Physik.“

Schritt 3: Ich will…

Im letzten Teil deiner Selbstpräsentation fasst du noch mal alles zusammen und wirfst sozusagen einen Blick in die Zukunft. Gehe hierbei vor allem auf die Ziele ein, die du mal erreichen möchtest. Das können Ziele aus der näheren, aber auch ferneren Zukunft sein.

Wichtig ist, dass du zeigst, was dich antreibt und warum du die richtige Azubi-Wahl für das Unternehmen bist.

Ich will…-Beispiel

„Meine bisherigen Erfahrungen und Teamfähigkeit werde ich als Azubi täglich in meine Arbeit bei ihrem Unternehmen einbringen. Ich bin fest davon überzeugt, dass ich mich in Ihrem Unternehmen sehr gut entwickeln und lange Freude an meiner Tätigkeit haben werde.“

Häufige Fehler bei der Selbstpräsentation

Entdecke die 4 No Gos, die du bei deiner Selbstpräsentation im Vorstellungsgespräch für eine Ausbildung unbedingt vermeiden solltest:

Auswendig lernen

Deine Selbstpräsentation musst du nicht auswendig lernen – ganz im Gegenteil: du solltest sie bloß nicht auswendig lernen. Das kommt wenig natürlich rüber. Besser: notiere dir Stichpunkte und habe so die wichtigsten Dinge im Kopf.

Unvorbereitet sein

In jedem Vorstellungsgespräch gibt es eine Art von Selbstpräsentation. Deswegen solltest du dich unbedingt auf sie vorbereiten. Überlege dir die Stichpunkte und übe sie mit deinen Eltern, Bekannten oder Verwandten bis du dich wohlfühlst.

Lebenslauf erzählen

Viele machen den Fehler und geben einfach nochmal ihren Lebenslauf zum Besten. Aber den kennen die Personalverantwortlichen längst. Picke dir lieber die Highlights heraus und begeistere mit ihnen.

Zu viel oder zu wenig reden

Deine Selbstpräsentation sollte zwischen 3 und 5 Minuten liegen. Nicht deutlich kürzer, aber auch nicht länger. Stoppe also in der Vorbereitung die Zeit und finde so heraus, bei welcher Gesamtzeit du ungefähr herauskommst.

Dein Körper spricht mit

Auch, wenn du zum Sprechen vor allem deinen Mund verwendest, sendet auch dein Körper Signale. Das nennt man „nonverbale Kommunikation“ – also sprechen, ohne etwas zu sagen. Und genau darauf solltest du achten. Denn im Vorstellungsgespräch für eine Ausbildung geht es vor allem darum, ob der Vibe stimmt und du zum Unternehmen passt (und umgekehrt). Achte also auf folgende 3 Punkte:

Ein Mann in einem grünen Blazer sitzt in einem hellen Büro und hört einem anderen Mann in einem grauen Anzug zu, der ein Dokument überprüft.
  • Halte Blickkontakt: Schaue deinem Gegenüber während deiner Selbstpräsentation in die Augen – dabei solltest du natürlich nicht starren, aber suche immer wieder den Blick.
  • Höre aktiv zu und zeige Interesse: Setze dich aufrecht hin, nicke und lächle. Das zeigt deine Aufmerksamkeit.
  • Benutze deine Hände: Du musst deine Hände nicht unter dem Tisch lassen – benutze sie wie gewohnt.  

Quick-Liste: Vorbereitung Vorstellungsgespräch

Die Selbstpräsentation ist aber nicht das Einzige, worauf du dich bei einem Vorstellungsgespräch für eine Ausbildung vorbereiten solltest. Folgende 3 Punkte solltest du unbedingt beachten:

Recherche

Sammle Informationen zu dem Unternehmen und der Ausbildung. Schau dir dazu die Website, die Social-Media-Kanäle und natürlich die Stellenausschreibung des Unternehmens an.



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Training

Bereite dich auf die typischen Fragen im Vorstellungsgespräch vor. Ganz genau, es gibt Fragen, die immer wieder gestellt werden – genau auf diese Fragen kannst du dich vorbereiten.



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Outfit

Wähle einen Look, in dem du dich wohlfühlst und der zum Unternehmen bzw. der Ausbildung passt. Flecken, Falten und Löcher sind natürlich absolute No Gos.



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Selbstpräsentation: Jetzt bist du dran!

Na, jetzt hast du alles an der Hand, um deine Selbstpräsentation perfekt vorzubereiten. Du wirst sehen, mit deinen Stichpunkten und dem Training, wird dein nächstes Vorstellungsgespräch ein voller Erfolg.

FAQ

Wie lange sollte meine Selbstvorstellung im Bewerbungsgespräch dauern?

Kurz und auf den Punkt: 3 bis 5 Minuten sind ideal!

Das klingt vielleicht länger, als es ist. Aber in dieser Zeit kannst du super zeigen, wer du bist, was dich interessiert und warum du zu dieser Ausbildung passt. Stelle dir einfach vor: Du hast ungefähr so viel Zeit wie bei einem kurzen YouTube- oder TikTok-Video, nur dass du hier keine Moves zeigst, sondern deine Stärken.

Faustregel: Wenn du merkst, dass dein Gegenüber anfängt, unruhig zu werden oder auf die Uhr zu schauen, war's zu lang. Lieber knackig und interessant als langatmig und detailverliebt!

Tipp: Üb deine Selbstvorstellung zuhause mit Stoppuhr. So kriegst du ein Gefühl dafür, wie lange 3-5 Minuten wirklich sind.

Wie fange ich meine Selbstpräsentation an, wenn ich noch keine Berufserfahrung habe?

Auch ohne Berufserfahrung kannst du stark starten!

Niemand erwartet, dass du schon alles kannst. Du bist ja hier, um etwas zu lernen. Im Vorstellungsgespräch zur Ausbildung zählt vor allem, dass du ehrlich bist, Interesse zeigst und dich gut vorstellen kannst.

So kannst du anfangen:

„Ich bin [Name], [Alter] Jahre alt und gehe auf die [Schulname]. Ich mache gerade meinen [Abschluss] und interessiere mich besonders für [Beruf oder Berufsfeld].“

Danach kannst du kurz erzählen:

  • Was dich an dem Beruf interessiert: „Ich finde es spannend, mit Technik zu arbeiten, und wollte schon immer wissen, wie Maschinen funktionieren.“
  • Welche Fächer dir liegen oder Spaß machen: „Mathe und Physik machen mir am meisten Spaß. Da kann ich logisch denken und tüfteln.“
  • Was du in deiner Freizeit machst – besonders, wenn’s zum Job passt: „Ich bastle gerne an meinem Fahrrad rum oder helfe beim Reparieren zuhause.“
  • Praktika, Ferienjobs oder Schulprojekte, bei denen du schon was gelernt hast: „Letztes Jahr war ich eine Woche im Praktikum bei einer Werkstatt. Das hat mir total gefallen.“

Beispiel für deine Selbstpräsentation:

„Ich bin Leon, 16 Jahre alt und gehe auf die Realschule in Augsburg. Ich mache nächstes Jahr meinen Abschluss und interessiere mich besonders für Technik. In Physik bin ich ziemlich gut und bastle gern an Geräten. Letztes Jahr habe ich im Ferienjob in einer Werkstatt mitgeholfen. Da habe ich gemerkt, dass mir handwerkliche Arbeit richtig Spaß macht.“

Tipp: Du hast mehr Erfahrung, als du denkst! Alles, was zeigt, dass du motiviert bist und Verantwortung übernehmen willst, zählt. Versuch einfach, deine Erlebnisse in kleine Beispiele zu „übersetzen“.

Muss ich meine Schulnoten in der Selbstpräsentation erwähnen?

Nein, musst du nicht von alleine ansprechen – vor allem nicht, wenn sie nicht so der Burner sind.

Dein Zeugnis liegt sowieso vor, die Personaler*innen haben's also schon gesehen. Wenn sie mehr wissen wollen, fragen sie nach.

Aber: Wenn du in bestimmten Fächern richtig gut bist, die für die Ausbildung wichtig sind, darfst du das ruhig erwähnen!

So kannst du's machen:

  • „Mathe und Physik liegen mir besonders gut.“
  • „In den technischen Fächern bin ich richtig gut.“
  • „Meine Noten sind nicht so toll, aber ich habe in meinen Praktika gezeigt, dass ich praktisch richtig stark bin und mich schnell reinfinde.“

Real Talk: Niemand erwartet einen 1,0-Schnitt. Zeig lieber, dass du motiviert bist und Bock auf die Ausbildung hast. Das zählt mehr als jede Note!

Sollte ich meine Hobbys in der Selbstvorstellung zur Ausbildung erwähnen?

Ja, auf jeden Fall – aber clever ausgewählt! Deine Hobbys zeigen, wer du bist und was dir wichtig ist. Aber nicht alle Hobbys sind gleich relevant fürs Gespräch.

Diese Hobbys passen gut:

  • Sport & Mannschaftssport (zeigt Ausdauer, Teamfähigkeit, Disziplin)
  • Basteln/Werken/Technik (zeigt handwerkliches Geschick)
  • PC/Smartphone-Probleme für andere lösen (zeigt technisches Interesse, Problemlösefähigkeit)
  • Musik machen (zeigt Kreativität, Durchhaltevermögen)

Aber: Verbinde deine Hobbys mit der Ausbildung!

Beispiel: „In meiner Freizeit spiele ich Fußball im Verein. Da hab ich gelernt, wie wichtig Teamwork ist und dass man zusammen einfach mehr erreicht. Das passt gut zu einer Ausbildung, wo man viel mit anderen zusammenarbeitet.“

No-Go: „Ich zocke gerne den ganzen Tag“ – auch wenn's stimmt. Besser: „Ich helfe Freunden und Familie oft bei PC- oder Handy-Problemen. Dabei merke ich immer wieder, wie viel Spaß mir Technik und Fehlersuche machen.“

Darf ich in der Selbstvorstellung auch über meine Familie sprechen?

Kurz ansprechen ist okay, aber mach's nicht zum Hauptthema!

Im Bewerbungsgespräch geht's um dich und deine Motivation für die Ausbildung – nicht um deine Familiengeschichte.

Wo es passt:

  • „Mein Vater arbeitet auch in der Metallbranche, dadurch kenn ich die Arbeit schon ein bisschen.“
  • „In meiner Familie bin ich die Erste, die eine Ausbildung macht – darauf bin ich echt stolz.“
  • „Durch meinen älteren Bruder, der auch eine Ausbildung gemacht hat, weiß ich, wie wertvoll das ist.“ 

Wo es nicht passt:

  • Lange Geschichten über Familienmitglieder
  • Private Probleme oder Konflikte
  • Detaillierte Lebensläufe deiner Eltern

Faustregel: Wenn du Familie erwähnst, dann immer mit Bezug zu dir und deiner Motivation für die Ausbildung!

Was sollte ich in meiner Selbstpräsentation lieber nicht sagen?

Hier kommen die Don'ts – damit du nicht ins Fettnäpfchen trittst:

Negatives über andere:

  • Nicht über Lehrer*innen, Schulen oder Praktikumsbetriebe lästern
  • Kein Trash-Talk über andere Bewerber*innen

Zu private Infos:

  • Beziehungsstatus, politische Einstellung, Religion (außer es ist relevant für den Job)
  • Gesundheitsprobleme (außer sie sind wichtig für die Ausbildung)
  • Finanzielle Probleme

Negativ-Spirale:

  • „Ich bin nicht so gut in...“, „Ich kann eigentlich nichts...“, „Ich weiß nicht, ob ich das schaffe...“
  • Bleib positiv, auch wenn du nervös bist!

Unehrlichkeit:

  • Keine erfundenen Praktika oder Fähigkeiten
  • Keine Fake-Interessen nur weil du denkst, die wollen das hören

Zu lässig:

  • „Jo, bin der Tim, was wollen Sie wissen?“
  • Bleib locker, aber respektvoll!

Verzweiflung zeigen:

  • „Ich nehm echt jeden Job.“, „Hauptsache ich krieg irgendwas“
  • Zeig, dass du genau DIESE Ausbildung willst!

Nicht vergessen: Ehrlich sein ist wichtig, aber du musst nicht jede Schwäche sofort auf den Tisch legen. Fokussier dich auf deine Stärken!

Wie fange ich meine Selbstpräsentation an, wenn ich noch keine Berufserfahrung habe?

Auch ohne Berufserfahrung kannst du stark starten!

Niemand erwartet, dass du schon alles kannst. Du bist ja hier, um etwas zu lernen. Im Vorstellungsgespräch zur Ausbildung zählt vor allem, dass du ehrlich bist, Interesse zeigst und dich gut vorstellen kannst.

So kannst du anfangen:

„Ich bin [Name], [Alter] Jahre alt und gehe auf die [Schulname]. Ich mache gerade meinen [Abschluss] und interessiere mich besonders für [Beruf oder Berufsfeld].“

Danach kannst du kurz erzählen:

  • Was dich an dem Beruf interessiert: „Ich finde es spannend, mit Technik zu arbeiten, und wollte schon immer wissen, wie Maschinen funktionieren.“
  • Welche Fächer dir liegen oder Spaß machen: „Mathe und Physik machen mir am meisten Spaß. Da kann ich logisch denken und tüfteln.“
  • Was du in deiner Freizeit machst – besonders, wenn’s zum Job passt: „Ich bastle gerne an meinem Fahrrad rum oder helfe beim Reparieren zuhause.“
  • Praktika, Ferienjobs oder Schulprojekte, bei denen du schon was gelernt hast: „Letztes Jahr war ich eine Woche im Praktikum bei einer Werkstatt. Das hat mir total gefallen.“

Beispiel für deine Selbstpräsentation:

„Ich bin Leon, 16 Jahre alt und gehe auf die Realschule in Augsburg. Ich mache nächstes Jahr meinen Abschluss und interessiere mich besonders für Technik. In Physik bin ich ziemlich gut und bastle gern an Geräten. Letztes Jahr habe ich im Ferienjob in einer Werkstatt mitgeholfen. Da habe ich gemerkt, dass mir handwerkliche Arbeit richtig Spaß macht.“

Tipp: Du hast mehr Erfahrung, als du denkst! Alles, was zeigt, dass du motiviert bist und Verantwortung übernehmen willst, zählt. Versuch einfach, deine Erlebnisse in kleine Beispiele zu „übersetzen“.

Was hilft gegen Nervosität vor und während der Selbstpräsentation?

Erst mal: Nervös sein, ist komplett normal! Das ist sogar gut: es zeigt, dass dir das wichtig ist. Aber hier ein paar Tricks, damit die Nervosität dich nicht übermannt:

VOR dem Bewerbungsgespräch:

Vorbereitung ist alles:

  • Üb deine Selbstvorstellung laut vor dem Spiegel, vor Freund*innen oder deiner Familie
  • Schreib Stichpunkte auf (aber lern's nicht auswendig wie ein Gedicht!)
  • Informier dich über das Unternehmen

Atmen nicht vergessen:

  • Klingt banal, aber: Tief durchatmen hilft wirklich!
  • 4 Sekunden einatmen, 4 Sekunden halten, 4 Sekunden ausatmen
  • Mach das 5x vor dem Gespräch

Rechtzeitig losfahren:

  • Stress durch Zeitdruck macht's nur schlimmer
  • Sei lieber 10 Minuten zu früh als 1 Minute zu spät

Wasser trinken:

  • Nervosität macht trockenen Mund
  • Trink vorher was und nimm ruhig einen Schluck, wenn's angeboten wird

 

WÄHREND des Bewerbungsgesprächs: 

Lächeln:

  • Klingt komisch, aber ein Lächeln entspannt automatisch
  • Macht dich auch sympathischer!

Augenkontakt halten:

  • Zeigt Selbstbewusstsein
  • Du musst nicht die ganze Zeit starren. Ab und zu woanders hingucken ist okay 

Langsam sprechen:

  • Bei Nervosität sprechen wir oft zu schnell
  • Mach bewusst kleine Pausen 

Blackout? Kein Drama!

  • Sag ehrlich: „Einen Moment bitte, ich sammle kurz meine Gedanken.“
  • Besser als hektisch weiterstottern

Stell dir vor, du erzählst es einem Freund:

  • Das nimmt den Druck raus
  • Bleib du selbst!

Pro-Tipp: Stell dir vor, wie du nach dem Gespräch stolz deinen Leuten erzählst, dass du's gerockt hast. Dieses Gefühl ist schon mal ein Vorgeschmack!

Muss ich mich bei einem technischen Beruf anders vorstellen als bei einem Bürojob?

Jein. Die Basics bleiben gleich, aber die Schwerpunkte sind unterschiedlich!

Was immer wichtig ist (egal welcher Job):

  • Wer du bist
  • Warum du diese Ausbildung machen willst
  • Was du mitbringst

Technischer Beruf (z.B. Industriemechaniker/-in):

Betone hier:

  • Praktisches Geschick: „Ich schraube gerne, bastle viel und hab schon bei Renovierungen zuhause geholfen.“
  • Körperliche Fitness: „Ich bin sportlich aktiv und hab kein Problem damit, auch mal anzupacken.“
  • Genauigkeit: „Ich arbeite gerne genau und sorgfältig.“
  • Teamwork: „Ich mag es, mit anderen zusammen an Aufgaben zu arbeiten.“

Beispiel: „In meiner Freizeit bastle ich viel an meinem Mofa rum. Dabei hab ich gemerkt, wie viel Spaß mir technische Arbeit macht. Außerdem spiele ich Fußball. Da hab ich gelernt, wie wichtig Teamwork ist.“

Kaufmännische Berufe (z.B. Industriekaufmann/-frau):

Betone hier:

  • PC-Skills: „Ich arbeite sicher mit Word und Excel.“
  • Organisationstalent: „Ich plane gerne und behalte auch bei mehreren Aufgaben den Überblick.“
  • Kommunikation: „Ich arbeite gerne mit Menschen zusammen und kann gut erklären.“
  • Zahlenverständnis: „Mathe liegt mir gut und ich arbeite gerne strukturiert.“

Beispiel: „In der Schule bin ich Klassensprecher und organisiere oft Projekte. Dabei habe ich gemerkt, dass mir Planung und Organisation richtig Spaß machen. Außerdem arbeite ich gerne am PC.“

Fazit: Egal, ob technisch oder kaufmännisch – wichtig ist, dass du zeigst: Du weißt, was der Beruf beinhaltet, und bringst die passenden Interessen und Stärken mit.

Wie gehe ich in der Selbstpräsentation mit schlechten Noten um?

Real Talk: Nicht jede*r hat einen 1er-Schnitt und das ist okay! Hier ist, wie du trotzdem überzeugst:

Strategie 1: Fokus auf die guten Noten

Lenk den Blick auf das, was gut läuft!

Beispiel: „In den praktischen Fächern wie Werken und Technik bin ich richtig stark, das liegt mir einfach. Theorie-Fächer wie Englisch oder Geschichte sind nicht so mein Ding, aber wenn's ums Anpacken geht, bin ich voll dabei!“

Strategie 2: Zeig andere Stärken

Noten sind nicht alles!

Beispiel: „Mein Zeugnis ist nicht perfekt, das geb ich zu. Aber ich bin zuverlässig, pünktlich und wenn ich was anfange, zieh ich's auch durch. Das habe ich zum Beispiel in meinem Praktikum bewiesen.“

Strategie 3: Ehrlich sein, aber positiv

Wenn's angesprochen wird, nicht rumdrucksen!

Beispiel: „Ja, in Mathe war ich nicht so gut. In meinem Praktikum habe ich jedoch gemerkt, dass mir die praktische Anwendung viel leichter fällt als die reine Theorie in der Schule. Wenn ich sehe, wofür ich was brauche, lerne ich viel besser.“

Was du NICHT sagen solltest:

  • „Die Lehrer mochten mich nicht.“
  • „Schule ist einfach nicht mein Ding.“
  • Lange Rechtfertigungen oder Ausreden
  • „Noten sind eh egal.“

Was du stattdessen zeigen solltest:

  • Motivation für die Ausbildung
  • Praktische Erfahrungen
  • Soft Skills (Zuverlässigkeit, Teamfähigkeit)
  • Lernbereitschaft: „Ich will mich verbessern und in der Ausbildung beweisen, was in mir steckt!“

Pro-Tipp: Viele erfolgreiche Azubis hatten kein Einser-Zeugnis. Was zählt, ist deine Einstellung und dein Einsatz! In der Ausbildung kannst du zeigen, was wirklich in dir steckt.

Was wollen Unternehmen bei der Selbstvorstellung wirklich von mir hören?

Auch ohne Berufserfahrung kannst du stark starten!

Niemand erwartet, dass du schon alles kannst. Du bist ja hier, um etwas zu lernen. Im Vorstellungsgespräch zur Ausbildung zählt vor allem, dass du ehrlich bist, Interesse zeigst und dich gut vorstellen kannst.

Das interessiert Unternehmen wirklich:

Motivation:

  • WARUM willst du genau diese Ausbildung?
  • Was begeistert dich an diesem Beruf?
  • Warum ausgerechnet in diesem Unternehmen?

Beispiel: „Ich finde es total spannend, wie aus einzelnen Teilen am Ende ein fertiges Produkt wird. Das will ich lernen und mitgestalten!“

Zuverlässigkeit & Einsatzbereitschaft:

  • Bist du pünktlich?
  • Ziehst du Sachen durch?
  • Kannst du auch mal anpacken?

Beispiel: „In meinem Praktikum war ich jeden Tag pünktlich da und hab auch mal länger gemacht, wenn's nötig war. Mir ist wichtig, dass man sich auf mich verlassen kann.“

Teamfähigkeit:

  • Kommst du gut mit anderen klar?
  • Kannst du im Team arbeiten?
  • Bist du hilfsbereit? 

Beispiel: „Ich spiele seit Jahren in einer Mannschaft Handball. Da habe ich gelernt, dass man zusammen einfach mehr schafft als alleine.“

Lernbereitschaft:

  • Willst du Neues lernen?
  • Bist du offen für Feedback?
  • Gibst du bei Problemen auf oder suchst du Lösungen?

Beispiel: „Klar kann ich noch nicht alles, aber genau deshalb will ich ja eine Ausbildung machen. Ich will lernen und besser werden!“

Authentizität:

  • Bist du du selbst oder spielst du eine Rolle?
  • Passt du ins Team?
  • Wirkst du ehrlich?

Das wollen sie NICHT hören:

  • „Ich brauch halt irgendeine Ausbildung.“
  • „Meine Eltern haben gesagt, ich soll mich bewerben.“
  • „Ich weiß nicht genau, was ich will.“
  • Fake-Begeisterung, die man dir nicht abkauft

Bottom Line: Sei ehrlich, zeig Motivation und dass du bereit bist zu lernen. Sei ehrlich, zeig Motivation und dass du bereit bist zu lernen. Und hinterfrage für dich selbst noch einmal, ob du die Ausbildung wirklich selbst machen möchtest – und sie nicht nur beginnst, weil deine Eltern das möchten.

Wie fange ich meine Selbstpräsentation an, wenn ich noch keine Berufserfahrung habe?

Auch ohne Berufserfahrung kannst du stark starten!

Niemand erwartet, dass du schon alles kannst. Du bist ja hier, um etwas zu lernen. Im Vorstellungsgespräch zur Ausbildung zählt vor allem, dass du ehrlich bist, Interesse zeigst und dich gut vorstellen kannst.

So kannst du anfangen:

„Ich bin [Name], [Alter] Jahre alt und gehe auf die [Schulname]. Ich mache gerade meinen [Abschluss] und interessiere mich besonders für [Beruf oder Berufsfeld].“

Danach kannst du kurz erzählen:

  • Was dich an dem Beruf interessiert: „Ich finde es spannend, mit Technik zu arbeiten, und wollte schon immer wissen, wie Maschinen funktionieren.“
  • Welche Fächer dir liegen oder Spaß machen: „Mathe und Physik machen mir am meisten Spaß. Da kann ich logisch denken und tüfteln.“
  • Was du in deiner Freizeit machst – besonders, wenn’s zum Job passt: „Ich bastle gerne an meinem Fahrrad rum oder helfe beim Reparieren zuhause.“
  • Praktika, Ferienjobs oder Schulprojekte, bei denen du schon was gelernt hast: „Letztes Jahr war ich eine Woche im Praktikum bei einer Werkstatt. Das hat mir total gefallen.“

Beispiel für deine Selbstpräsentation:

„Ich bin Leon, 16 Jahre alt und gehe auf die Realschule in Augsburg. Ich mache nächstes Jahr meinen Abschluss und interessiere mich besonders für Technik. In Physik bin ich ziemlich gut und bastle gern an Geräten. Letztes Jahr habe ich im Ferienjob in einer Werkstatt mitgeholfen. Da habe ich gemerkt, dass mir handwerkliche Arbeit richtig Spaß macht.“

Tipp: Du hast mehr Erfahrung, als du denkst! Alles, was zeigt, dass du motiviert bist und Verantwortung übernehmen willst, zählt. Versuch einfach, deine Erlebnisse in kleine Beispiele zu „übersetzen“.

Ich will eine Ausbildung in der Metall- und Elektroindustrie machen. Was kann ich da als Motivation nennen?

Super, dass du dich für die M+E-Industrie interessierst! Hier sind ein paar Vorschläge, die dir helfen können, deine ganz eigene Motivation zu finden und auszudrücken.

Technologie & Innovation:

„Mich fasziniert, wie die Metall- und Elektroindustrie die Zukunft gestaltet. Von E-Mobilität bis zu erneuerbaren Energien – überall steckt M+E drin. Daran will ich mitwirken!“

Vielfältige Möglichkeiten:

„Was ich cool finde: In der M+E-Industrie gibt es so viele verschiedene Berufe und Entwicklungsmöglichkeiten. Nach der Ausbildung stehen mir viele Türen offen!“

Praktisches Arbeiten:

„Ich will nicht nur am Schreibtisch sitzen oder nur Theorie lernen. In der M+E-Industrie kann ich praktisch arbeiten und sehe direkt, was ich geschaffen hab. Das motiviert mich total!“

Zukunftssicherheit:

„Die Metall- und Elektroindustrie ist eine der wichtigsten Branchen in Deutschland. Die Produkte werden immer gebraucht. Das gibt mir Sicherheit für meine Zukunft.“

Modernes Arbeitsumfeld:

„Ich arbeite gerne mit modernen Technologien und digitalen Tools. In der M+E-Industrie wird viel mit neuen Technologien gearbeitet. Genau mein Ding!“

Gute Bezahlung und Perspektiven:

„Die Ausbildungsvergütung und die späteren Gehälter in der M+E-Industrie sind echt gut. Außerdem gibt's viele Weiterbildungsmöglichkeiten. Das ist mir wichtig für meine Zukunft.“

Teamwork:

„In der M+E-Industrie arbeitet man viel im Team an gemeinsamen Projekten. Ich mag es, mit anderen zusammenzuarbeiten und gemeinsam was zu schaffen!“

Persönlicher Bezug:

„Mein Onkel arbeitet in der Metallbranche und hat mir viel davon erzählt. Als ich dann mein Praktikum gemacht hab, war ich sofort begeistert von der Atmosphäre und der Arbeit!“

Nachhaltigkeit:

„Die M+E-Industrie arbeitet viel an nachhaltigen Lösungen, zum Beispiel bei erneuerbaren Energien oder Elektromobilität. Ich will Teil dieser Entwicklung sein und an Produkten arbeiten, die die Welt besser machen!“

So baust du's in deine Selbstpräsentation ein:

„Ich möchte eine Ausbildung in der Metall- und Elektroindustrie machen, weil mich Technik schon immer fasziniert hat. Besonders spannend finde ich, wie die Branche an Zukunftsthemen wie E-Mobilität arbeitet. In meinem Praktikum habe ich gesehen, wie vielfältig die Arbeit ist: von Planung bis zur praktischen Umsetzung. Genau diese Mischung reizt mich!“

Pro-Tipp: Verbinde deine Motivation mit persönlichen Erfahrungen (Praktikum, Schulprojekte, Hobbys). Das macht's authentisch und glaubwürdig!

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