Jugendlicher checkt Ausbildungsvertrag.

Der Ausbildungsvertrag.

Dein Schritt ins Berufsleben

Der Ausbildungsvertrag legt die Bedingungen fest, unter denen Du Deine Ausbildung in einem Unternehmen absolvierst. Er wird vor Beginn der Ausbildung aufgesetzt und von den Ausbildenden sowie vom baldigen Auszubildenden und bei Minderjährigen von deren gesetzlichen Vertretern*innen unterschrieben. Das Ausbildungsunternehmen darf den Vertrag nicht frei formulieren, denn die meisten Punkte sind nach strengen gesetzlichen Vorgaben geregelt und in sogenannten Musterverträgen festgehalten.

Der Ausbildungsvertrag muss folgende Angaben enthalten:

  • in welchem Beruf ausgebildet werden soll und welche Ziele mit der Ausbildung verfolgt werden
  • wann die Ausbildung beginnt und endet
  • welche außerbetrieblichen Ausbildungsmaßnahmen nötig sind
  • wie viele Stunden die tägliche Arbeitszeit beträgt
  • wie lange die Probezeit dauert
  • wie und in welcher Höhe die Ausbildung vergütet wird (dazu gehören u. a. auch Sachleistungen wie z. B. Wohnung oder Übernahme der Kosten für außerbetriebliche Maßnahmen und Berufskleidung, Regelungen zur Lohnfortzahlung)
  • welche Urlaubsregelungen bestehen
  • unter welchen Voraussetzungen eine Kündigung des Ausbildungsvertrags möglich ist (v. a. Kündigungsbedingungen während der Probezeit, Kündigungsgründe, Kündigungsform, Gründe für die Unwirksamkeit von Kündigungen, Schadensersatzpflicht auf beiden Seiten, Regelungen bei Betriebsaufgabe oder Entzug der Ausbildungseignung)
  • welche zusätzlichen Vorschriften während der Ausbildung beachtet werden müssen (v. a. tarifliche Regelungen, Betriebsordnungen, Dienstvereinbarungen)

Gesetzeswidrig sind dagegen Vertragsinhalte, die Auszubildende nach ihrer Ausbildung in ihrer Berufsausübung beschränken; dass ein Auszubildender auch nach Ausbildungsabschluss im jeweiligen Betrieb weiterbeschäftigt wird, kann erst in den letzten sechs Monaten der Ausbildung vereinbart werden. Ungültig sind zudem Verpflichtungen des Auszubildenden bezüglich Entschädigungszahlungen für die Berufsausbildung, Strafen und das Ausschließen oder Beschränken von Schadensersatzansprüchen an den Ausbildungsbetrieb (§ 12 BBiG).

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